Interdisziplinärer Arbeitskreis zur Fotografie

FOTO

: DISKURS

Über

Der Arbeitskreis Foto:Diskurs ist eine selbst organisierte Initiative, die sich an den Bedürfnissen jüngerer Geisteswissenschaftler*innen orientiert. Der Arbeitskreis greift damit den vielfach geäußerten Wunsch nach Interdisziplinarität und gemeinsamer Reflektion über die vielfältigen Forschungsarbeiten mit dem Schwerpunkt Fotografie auf.

Die Fotografie und ihre Produkte, die fotografischen Bilder, werden beständig als Quellen genutzt oder selbst zum Untersuchungsgegenstand. Ebenso ergeht es den Akteur*innen und der Beschäftigung mit fotografischen Praktiken. Dabei befinden sich Historiker*innen wie Wissenschaftler*innen der Nachbardisziplinen in einem kleinen Kreis derer, die sich mit spezifischen Fragen rund um die Fotografie beschäftigen.

Der Arbeitskreis sieht sich als Forum und Diskussionsplattform für Doktorand*innen und Postdocs und findet alle drei Monate statt. Es werden laufende Forschungsarbeiten vorgestellt und diskutiert. Der Arbeitskreis bietet den Rahmen zur Auseinandersetzung mit aktuelle Positionen, Forschungsthemen, methodischen Ansätzen sowie Problemen und öffnet durch den interdisziplinären Diskurs den Blick für Zugangsweisen, Ideen und den Austausch in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung.

Ein optionales Angebot, anschließend an das jeweilige Treffen, wird als Schnittpunkt zur Praxis gesehen.

Foto:Diskurs #4 - Kunst&Politik

Datum: 29. März 2019 Uhrzeit: 10 s.t.-17.30 Uhr

Ort: Ateliertermin (Wird mit Anmeldung bekannt gegeben)

I. Werkstattgespräch mit
Dieter Hacker (Künstler) und Tobias Hoffmann (Direktor des Bröhan-Museums)

1971 gründete der Künstler Dieter Hacker in Berlin die Produzentengalerie und stellte durch Ausstellungen und Publikationen die Möglichkeit einer neuen »Volkskunst« zur Diskussion. Heute vor allem als Maler bekannt, beschäftigte er sich intensiv mit Amateurfotografie als künstlerisch-politischem Medium. Mit Andreas Seltzer gab er die Zeitschrift „Volksfoto. Zeitung für Fotografie“ heraus. Die insgesamt sechs Hefte wurden von Ausstellungen begleitet, in denen die analogen Fotos, die Hacker von diversen Privatleuten erhielt, zu interaktiven Rauminstallationen zusammengebracht wurden. Die Installationen thematisierten so das Verhältnis von Privatsphäre und Öffentlichkeit, Individuum und Masse, Kunst und Abfall. Außerhalb dieser „Volksfotos“ entstanden eigene Aufnahmen, Strecken und Installationen Hackers, die nicht nur Theorien der Fotografiegeschichte, sondern auch die Spießbürgerlichkeit der BRD kommentieren.
Tobias Hoffmann ist seit 2013 Direktor des Bröhan-Museums in Berlin. Seither modernisiert er das Programm des Museums und öffnete es für Ausstellungen, die den historischen Sammlungsbestand mit Themen der Kunst und Gestaltung bis in die Gegenwart verbinden.

II. Lunch

III. Gemeinsame Nachlese inkl. Show& Tell
Ort: Humboldt-Universität, Institut für Geschichtswissenschaften, Friedrichstr. 191

Weitere Programmdetails folgen über den Verteiler des Arbeitskreises. Anmeldungen richten Sie bitte über unser Kontaktformular. Nachfragen senden Sie gerne an unsere jeweiligen E-Mail Adressen.

 

 

Vergangene Veranstaltungen:

Foto:Diskurs #3 — Das politische Bild

Datum: 2. November Uhrzeit: 10 s.t.-17.30 Uhr

Ort: Humboldt-Universität, Institut für Geschichtswissenschaften, Friedrichstr. 191 - Raum 5008

I. Show & Tell
Fundstücke und Neuerscheinungen für die fotografische Arbeit

II. Expertenrunde mit
Dr. Heike Kanter (Hochschule Magdeburg-Stendal) und Bernd Weise (Autor und Sachverständiger).
Wie werden Bilder politisch? Welche historischen Rahmen gibt die Presse vor und wie lassen sich Bildmuster und Wirkung charakterisieren? Gemeinsam mit den beiden Experten werden die gestellten Fragen erörtert und erweitert über Quellen und Recherchen zur Mediengeschichte der Pressefotografie, Fotografie- und Drucktechnik und Veränderungen des Pressemarktes in seinen Anfängen.

III. Lunch

IV. Institutionsbesuch
Bildarchiv des Deutschen Historischen Museums, Gespräch mit der Sammlungsleiterin Carola Jüllig
Das Bildarchiv des Deutschen Historischen Museum bewahrt in seiner Sammlung Teilnachlässe von Pressefotografen und Presseagenturen. Neben der Einarbeitung der Objektbestände wurde durch Ankäufe von Pressebildagenturen und Fotonachlässen von Pressefotografen eine eigne Sammlung an zeitgeschichtlicher Fotografie angelegt.

 

 

Foto:Diskurs #2 — Digitale Bildkulturen

Datum: 13. Juli 2018 Uhrzeit: 10-17.30 Uhr

Ort: Humboldt-Universität, Institut für Geschichtswissenschaften, Friedrichstr. 191

I. Show & Tell

II. Expertenrunde mit Dr. Susanne Holschbach
Sie ist Kunst- und Medienwissenschaftlerin und hat als Gastprofessorin u.a. an der Universität Wien und der Universität der Künste Berlin gelehrt. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Mediengeschichte und -theorie der Fotografie, zeitgenössische Kunst und Medialität, Gender und visuelle Kultur. In Zusammenarbeit mit Winfried Gerling und Petra Löffler ist zuletzt die Publikation "Bilder verteilen - Fotografische Praktiken in der digitalen Kultur" erschienen.

III. Lunch

IV. Institutionsbesuch
Agentur Zentralbild (DPA)
Die picture alliance-Partneragentur Zentralbild vervollständigt kontinuierlich das dpa-Archiv mit besonderen historischen Aufnahmen, vor allem aus der DDR. In den vergangenen zwei Jahren hat zb intensiv mit dem Cottbusser Fotografen Erich Schutt zusammengearbeitet, um das Lebenswerk des 86-Jährigen für die Nachwelt zu erhalten.

 

Foto:Diskurs #1 — Auftaktveranstaltung

Datum: 13. April 2018 Uhrzeit: 10-17.30 Uhr

Ort: Humboldt-Universität, Institut für Geschichtswissenschaften, Friedrichstr. 191

I. Vorstellung der Teilnehmer*innen & Projekte mit anschließender Diskussion

II. Vorstellung der Plattform

III. Lunch

IV. Institutionsbesuch Collection Regard in Berlin Mitte,
Ausstellungsgespräch mit dem Sammler und Galeristen Marc Barbey
Mit ihrem Wirken nimmt die Collection Regard bewusst eine Position zwischen Galerie und Museum ein. Die Räume der Collection Regard befinden sich in Berlin-Mitte und verbreiten im Gegensatz zum klassischen „white cube“ eine eher wohnliche Atmosphäre. Die Sammlung die sich auch als ´Salon´ versteht, möchte einen persönlich-privaten Zugang zu den Photographien schaffen.

Titel der „Berliner Illustrierten Zeitung“, Nr. 34, 24. August 1919: „Ebert und Noske in der Sommerfrische“, Quelle: bpk

Kontakt

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Initiatorinnen

Anne Vitten

promoviert am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin und in enger Zusammenarbeit mit dem Lette-Verein Berlin zum Thema „Professionalisierung und Vernetzung. Berufsfotografinnen im ausgehenden 19. und 20. Jahrhundert“. Zur Zeit arbeitet sie am Deutschen Historischen Museum in der Kommunikationsabteilung.

Kontakt: Vitten@foto-diskurs.info

Miriam Zlobinski

promoviert am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema „Das politische Bild in der alten Bundesrepublik. Eine kritische Annäherung an das kollektive Bildgedächtnis am Beispiel des Fotojournalismus der Illustrierten stern.“ Sie war Mitglied der Bildredaktionsklasse an der Ostkreuzschule für Fotografie und arbeitet als freie Kuratorin. Sie ist Mitglied der Gesellschaft für humanistische Fotografie und berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). 2018 erhielt sie für ihre Arbeit den Small Research Grant der Bundeskanzler-Willy-Brandt Stiftung.

Kontakt: Zlobinski@foto-diskurs.info